Sichere Bezahlung per Lastschrift bei Singlebörsen

Wer auf dem deutschen Markt Waren und Dienstleistungen anbieten will, kommt an der Bezahlvariante Lastschrift (ELV) nicht herum. Mehr als 65% aller Bezahlungen werden in Deutschland per Lastschrift abgewickelt und mehr als 90% der Deutschen können per Lastschrift bezahlen. Hingegen verfügen nur 20% der Deutschen über eine Kreditkarte.

Das für die Endkunden attraktive Bezahlverfahren birgt aber für den Händler ein besonderes zusätzliches Risiko, welches bei der Kreditkarte nicht auftritt. Geleistete Zahlungen können wegen nicht ausreichender Deckung auf dem Konto des Endkunden durch die Bank zurückgegeben werden. Diese Information erhält der Händler nach etwa 3-4 Banktagen. Sollte nach diesem Zeitraum keine Meldung erfolgt sein, so ist das Rückbelastungsrisiko vergleichbar mit der Zahlung per Kreditkarte.

Während bei Zahlungen für materielle Güter ein Versand erst nach Ablauf dieser Frist erfolgen kann, ist dies bei immateriellen Gütern nicht praktikabel.

Bei immateriellen Gütern möchte der Enduser die Teilnahme an einer Tippgemeinschaft, eines Gewinnspielclubs oder einer Warenprobe direkt erwerben, den Mitgliedsbereich (Singlebörse, Adult) direkt betreten oder über das Guthaben (virtuelle Konten, eWallets, Sportwetten, Livecam) umgehend verfügen können.

Digitale Güter wie Bilder oder Videos können ohne Kosten reproduziert werden, so entsteht z.B. bei der Anmeldung bei einer Singlebörse ein wirtschaftlicher Schaden in Form von Adress- und Werbekosten, Vermittlungs-Provision oder Rücklastschriftgebühren bei der Bank.

Bei der Bezahlung auf der Seite der Singlebörse kann beim Bezahlvorgang parallel geprüft werden, ob eine Kontonummer zu dieser Person überhaupt existiert. Somit kann der Rücklastschriftgrund „Kontonummer falsch“ oder „Konto existiert nicht“ ausgeschlossen werden. Bei der Kontoprüfung wird ermittelt, ob die bezahlende Person an der angegebenen Adresse existiert und das entsprechende Konto bei der Bank unterhält.

Neben der Konto-Prüfung könnten noch Bonitätsprüfungen und Scoringsysteme eingesetzt werden. Diese zusätzlichen Prüfungen sind aber auch mit zusätzlichen Kosten verbunden und sollten sich deshalb an Ausfallrisiko und Lastschrifthöhe orientieren.

Günstiger und damit empfehlenswerter ist die Abfrage von externen Black- und Whitelisten, wie z.B. die Kuno-Sperrdatei der Polizei oder die Markant Sperrdatei über nicht gedeckte Konten.

Das PAY4 System führt jeden Kunden als einen „registrierten User“ ein eigenes Konto. Somit können Zahlungen wie z:B. Lastschriften, Rücklastschriften und Überweisungseingängen zu dem entsprechenden Mitglied zugeordnet werden. Kommt es zu einer Rücklastschrift, wird die Singlebörse per API-Schnittstelle davon umgehend in Kenntnis gesetzt und kann den Zugang für dieses Mitglied sperren. Nach dem Überweisungseingang auf dem Bankkonto kann der Zugang wieder aktiviert werden.

Man sollte bedenken, dass Rücklastschriften in Höhe von €50.000,-, bei einer Umsatzrendite von 10%, mit einem Mehrumsatz von 500.000 Euro kompensiert werden müssen. Somit ist der Einsatz eines Forderungsmanagementsystems bei immateriellen Gütern und Kleinbeträgen von unter €50,- bereits empfehlenswert.

Innerhalb des Forderungsmanagementsystems von PAY4 erhält der Endkunde eine Email und einen postalischen Mahnbrief geschickt.

Erfolgt nach Ablauf dieser Frist kein Zahlungseingang, so kann an die bekannte Telefonnummer per SMS oder Anruf an die Zahlungsverpflichtung erinnert werden.

Sollten wider Erwarten die verschiedenen und zeitlich abgestuften Mahnungen noch nicht zum Erfolg führen, wird zusätzlich eine Anwaltskanzlei eingeschaltet, die auf dem rechtlichen Wege den ausstehenden Betrag eintreibt.

Das Einschalten einer Anwaltskanzlei signalisiert einem Schuldner noch einmal die Ernsthaftigkeit der Beitreibung der Forderung.

Dem Anbieter entstehen für das Forderungsmanagement keine zusätzlichen Kosten, da diese dem Schuldner, also dem Mitglied, in Rechnung gestellt werden können.

Wie der Deutsche Payment Kongress 2006 gezeigt hat, wird es immer wichtiger, dass Payment Processing und Forderungsmanagment miteinander kombiniert werden, um immaterielle Güter sicher vertreiben zu können.

Diese Kombination aus Zahlungsabwicklung, Überprüfung der Mitglieder und integriertem Forderungsmanagement macht die Lastschrift als das am weitesten verbreitete Bezahlverfahren in Deutschland und zu einem risikolosen und attraktiven Bezahlverfahren und wird in der hier vorgestellten Form von PAY4 abgewickelt.